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Gutes Klima Dingelsdorf


Liebe Interessierte und Engagierte,

Weihnachten steht bevor, und dabei wollen wir es diesmal auch belassen. Was gab es doch kürzlich in der taz zu lesen: "Ja, 2020 ist eine Scheißjahr. Aber 2020 ist auch das Jahr, in dem wir die unerträgliche Gleichzeitigkeit von allem Guten und Schlechtem endlich wirklich mal fühlen mussten." Genießt also das Gute, überdauert das Schlechte und haltet durch! 

Das Orga-Team wünscht euch Gesundheit, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.



Inhalt
  1. Unsere Termine
  2. Heizen/Energie
  3. Konsum
  4. Biodiversität
  5. Klimatipps
  6. Lesetipps

Unsere Termine
 Alles auf einen Blick
  • 14.01.21, 20:00, Konsum
  • 14.01.21 oder 21.01.21, 20:00, Mobilität
  • 18.01.21, 20:00, Orga
  • 20.01.21, 18:00, Biodiversität
- jeden ersten Samstag im Monat: G’schenkkischtle

Heizen/Energie
Ansprechpartner: Horst Scheu

Am 7. Dezember fand die Online-Informationsveranstaltung zur Solaroffensive statt. 40 interessierte DingelsdorferInnen und OberdorferInnen wurden in Sachen Photovoltaik umfangreich informiert.
Wer einen Eindruck gewinnen möchte, wie nachhaltige Energiegewinnung im Dorf aussehen kann, der findet auf der Homepage des Arbeitskreises zwei vielversprechende Beispiele und wem Informationen aus einer Quelle nicht genügen, der hat mit Herrn Hübner einen Experten vor Ort.

Konsum
Ansprechpartnerin: Sibylle Mühleisen

Was es bedeutet, einen Dorfladen zu führen, durften wir kürzlich im Rahmen einer Videokonferenz mit den derzeitigen Dorfladen-Vorständen Dörte Röhm und Peter Binninger erfahren: ein Ehrenamt was einen – um einen branchennahen Jargon zu wählen – regelrecht auffrisst.
Dienstpläne, Bestellungen, abholen und einräumen der Waren, Kartonagen und Müll entsorgen, Reparaturen, Pfandgläser, absolute Verbindlichkeit der Ehrenamtlichen und neben allem Aufwand die Dörfler davon überzeugen, dass eine Fahrt mit dem Auto zum Supermarkt, wo man die Milch ein paar Cent günstiger bekommt nicht kostenfrei ist.
Nachdem wir nun gelernt haben, was es heisst, ein Dorf sieben Tage die Woche mit Lebensmitteln zu versorgen, bleibt uns eigentlich nur eine Konsequenz: Der dringende Aufruf diese beachtliche Initiative mit fleißigen Einkäufen zu unterstützen! Das Sortiment ist umfangreich, nach Möglichkeit regional und bio.
Wer noch auf der Suche nach einem Vorsatz fürs neue Jahr ist - wie wäre es mit Frühsport vor dem Sonntagsfrühstück: Mit dem Rad nach Wallhausen um das Müsli aufzufüllen und dabei gleich noch für das Abendessen einkaufen.
Im Übrigen gibt es auch in Dingelsdorf/Oberdorf neben Fuchshof und Bäcker/Metzger noch die Fischhandlung Müller, Greteles Tante-Emma Lädele und natürlich Schroffs Gemüseladen. Dank an alle, die es als ihre Aufgabe sehen, die Dörfler mit Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen! Die BürgerInnen sollten das wertschätzen, indem sie das tun, was sie mit am besten können: konsumieren!

Für alle, die noch eine weitere Option für nachhaltigen Konsum suchen, hier ein Hinweis auf die SOLAWI Konstanz: nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft werden hier regionale Produkte (Gemüse, Obst, Eier) in ökologischem Anbau produziert, und lokale Erzeuger und Verbraucher teilen sich Produktionskosten, Risiko und Ernte. Am Ende eines Jahres wird das Budget geplant, die Mitglieder können dann den gewünschten Anteil für das kommende Jahr erwerben und später wöchentlich an Verteilpunkten abholen. Die Verbraucher bestimmen so mit, was und wie produziert wird - die Erzeuger haben die Sicherheit, ihre Ernte zu fairen Preisen verkaufen können. Außerdem kann, wer will, bei Feldeinsätzen landwirtschaftliches Know-How und Verständnis für ökologische Zusammenhänge erwerben. Weitere Vorteile: Kurze Wege, keine Verpackung, Gemüse kann getauscht werden - nichts kommt in die Tonne. Ein rundum nachhaltiges Konzept.

pixelio by hagir25Biodiversität
Ansprechpartner: Josef Mayer-Wolf, Dietrich von Staden

Naturgemäß ruht das Leben der meisten Tiere und Pflanzen in der kalten Jahreszeit, nicht so in unserer Arbeitsgruppe: Wir bereiten verschiedene Aktivitäten vor, die wir dann im kommenden Jahr unter hoffentlich anderen Voraussetzungen durchführen wollen.

Im Rahmen unserer Aktivitäten, die Lebensbedingungen für unsere heimische Flora und Fauna zu verbessern, möchten wir auch auf die Klimabaumaktion der Stadt Konstanz zur Durchgrünung und Verbesserung des Stadtklimas aufmerksam machen. Insgesamt werden 1.000 Jungbäume an EigentümerInnen von Privatgärten verschenkt. Die Bestellung ist bis zum 10. Januar 2021 möglich. Auch in Dingelsdorf wird es im Februar 2021 voraussichtlich wieder eine Hochstammaktion geben. Zusätzlich wird wegen des großen Interesses erneut die Möglichkeit angeboten, eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Details werden noch bekannt gegeben.

Ein Aspekt, den wir in unserer Gruppe schon länger diskutieren ist die Lichtverschmutzung durch die Straßenbeleuchtung. Zunehmend werden auch in Dingelsdorf und Oberdorf die alten Straßenlampen durch moderne LED-Lampen ausgetauscht. Aus energetischen Gesichtspunkten ist das durchaus sinnvoll. Die neuen Lampen sind sehr hell und decken ein breites Frequenzspektrum ab. Künstliches Licht zur Nachtzeit hat aber einen starken Einfluss auf verschiedene Insektenarten und beeinflusst damit zum Teil auch massiv die Populationen in den betroffenen Gebieten. So werden zum Beispiel Nachtfalter aus mehreren Kilometern Entfernung angelockt. Neben der spektralen Lichtverteilung und Leuchtdichte einer Lichtquelle sind für die Anlockwirkung vor allem der Kontrast zur Umgebung, der Abstrahlwinkel und die Leuchtpunkthöhe wichtig. Wir fragen uns nun, ob diese Aspekte beim Austausch der Lampen in Konstanz vor allem in den Randgebieten einer Siedlung ausreichend berücksichtigt werden, zumal auch das BMU und BfN insektenfreundliche Straßenbeleuchtung fördern.  Hierzu haben wir beim Umweltresort und den Stadtwerken nachgefragt. Besonders in Bezug auf den Abstrahlwinkel und die Leuchtdichte und -dauer sind Änderungen sehr schnell und kostengünstig durchführbar. Hier geht unser Appell auch an uns Bürger, die eigene Beleuchtung am Haus und im Garten auf die oben genannten Aspekte hin zu überprüfen.

pixelio by Thommy WeissKlimatipps
Diesmal: Weihnachten - das Fest der Liebe und der Pestizide!

Wie der BUND herausfinden hat lassen sind Weihnachtsbäume alles andere als grün, zumindest wenn man deren Kultivierung betrachtet. 9 verschiedene Wirkstoffe bei 14 von 23 Bäumen, von Fungiziden über Herbizide bis Insektizide. Und damit nicht genug, die fleissigen Weihnachtsbaumzüchter greifen ganz tief in die Zauberkiste der Chemieindustrie: lambda-Cyhalothrin "gilt als das schädlichste zurzeit in der EU zugelassene Pestizid." Wer wissen möchte, welch Schaden es verursacht, kann beim BUND nachlesen. Aber Vorsicht - wer keinen Bio- oder Demeterbaum erstanden hat, sollte sich gut überlegen, ob er oder sie wirklich wissen will, was man sich da unter Umständen ins Haus geholt hat.

Lesetipps





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Verantwortlich:
 Ingo Walker
info@klimaschutz-dingelsdorf.de